Personenschaden

Sollten Sie als Fahrer oder ein nahe stehender Angehöriger als Beifahrer bei dem Unfall verletzt worden sein, stehen Ihnen folgende Schadensersatzansprüche zu: 

Schmerzensgeld

Wegen der aufgrund eines Unfalls erlittenen körperlichen und seelischen Schmerzen hat der Geschädigte einen Anspruch auf Schmerzensgeld. Die Höhe des Schmerzensgeldes kann nicht pauschal ermittelt werden. Es gibt jedoch viele Gerichtsentscheidungen, die ähnliche Verletzungen und Beschwerdebilder betreffen. Diese Gerichtsentscheidungen, die im Rahmen einer Schmerzensgeldtabelle zusammengefasst sind, bieten für die Höhe des Schmerzensgeldes eine Orientierung.

Arzt- und Heilbehandlungskosten

Arzt- und Heilbehandlungskosten sind ebenso zu ersetzen wie die übrigen Unfallschäden. Sollten bestimmte Positionen von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden, so hat Sie der Unfallgegner bzw. dessen Kfz-Haftpflichtversicherung zu übernehmen.

Erwerbs- bzw. Verdienstausfallschaden

Sofern ein Arbeitnehmer durch den Unfall verletzt wird, hat er 6 Wochen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Nach Ablauf der 6 Wochen erhält der Arbeitnehmer nur noch Krankengeld. Hier kann dann der Differenzbetrag zwischen dem Krankengeld und dem durchschnittlichen Nettoeinkommen von der Versicherung als Erwerbsschaden verlangt werden.

Den Verdienstausfallschaden machen wir selbstverständlich auch für Selbständige und Arbeitgeber (hier: Entgeltfortzahlungsschaden) geltend.

Wird der Geschädigte wegen einer Gesundheitsverletzung dauerhaft erwerbsunfähig oder tritt eine Minderung der Erwerbsfähigkeit ein, dann hat er gegen den Unfallverursacher und dessen Versicherer grundsätzlich einen Anspruch auf eine monatlich zu zahlende Rente.

Haushaltsführungsschaden

Sofern eine Person verletzt wird und dadurch gehindert ist, den Haushalt zu führen, steht der geschädigten Person der sogenannte Haushaltsführungsschaden zu.

Dieser kann entweder konkret abgerechnet werden. Ersetzt werden die Kosten für eine Haushaltshilfe. Es kommt jedoch auch eine Abrechnung in Betracht, wenn keine Ersatzkraft eingestellt wird (fiktive Abrechnung). Wenn andere Familienangehörige, obwohl Sie vor dem Unfall nicht im Haushalt tätig waren, die Arbeiten übernehmen, können hier durchschnittliche Kosten einer Haushaltshilfe angesetzt werden.

Sterbekosten und Hinterbliebenenrente

Wird bei einem Unfall eine Person getötet, so haben die Hinterbliebenen gegen den Unfallgegner einen Anspruch auf Unterhalt, falls der Getötete gesetzlich zum Unterhalt verpflichtet war. Außerdem hat der Unfallgegner die Kosten für die Beerdigung zu tragen.

Vorgenannte Aufstellung ist nicht abschließend. Im Zweifel kontaktieren Sie Ihren Rechtsanwalt.